Marktgasse // 

 

 

 

 

Die Person

 

konsequent im Alltag

 

Als ein typischer «Zuwanderer» habe ich mich in Winterthur so gut eingelebt, dass ich unterdessen nebst dem Worber auch das Winterthurer Bürgerrecht erworben habe. Aber meinem charakteristischen, berndeutsch gefärbten Dialekt bin ich treu geblieben.
Als Sohn einer St. Galler Hauswirtschaftslehrerin und eines Berner Maschineningenieurs wuchs ich mit einem breiten Horizont auf, die Wohnorte waren: Bruxelles, Bern, Ittigen, Frauenfeld, Wiesendangen, Zürich, Winterthur. … und irgendwann bleibt man dort sesshaft, wo man sich wohlfühlt. Hier in Winterthur bin ich auch überzeugt, am meisten für eine nachhaltige Zukunft unserer Gesellschaft erreichen zu können.

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Werdegang und Engagement l der Gründerinstinkt … //

Der «Club of Rome» mit seiner Publikation «die Grenzen des Wachstums» hat mich als 15 Jährigen politisiert. Was im Einzelfall eine vorteilhafte und bequeme Erfindung sein mag, wird bei massenhaftem Einsatz leicht zu einer Plage, dies gilt in besonderem Ausmass für den motorisierten Individualverkehr. Bereits mit 17 Jahren sammelte ich öffentlich Unterschriften für die Luftreinhaltung und für zwölf autofreie Sonntage.
1973 leitete ich die von mir neu lancierte Schülerorganisation des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasiums in Winterthur und übergab sie dann in gutem Zustand an Peter Rütimann. 1978 übernahm ich die Leitung des Vereins der Kulturingenieurstudierenden an der ETH Zürich. So galt mein soziales Engagement stets einer demokratischen Interessenvertretung gegenüber den Institutionen.

Bewusstsein … //

Bereits bei der Gründung der Grünen Partei im Kanton Zürich war für mich klar, dass ich mich auf diese Weise dezidiert für den Erhalt unserer Umwelt engagieren werde. 1984 trat ich als Mitbegründer der Grünen Winterthur in die Öffentlichkeit.

Eine konsequente Lebenshaltung im Öffentlichen … //

Ich handle nach dem Grundsatz «Ehrlich währt am Längsten». Dieser Grundsatz ist nicht immer leicht in die politische Realität umsetzbar, aber langfristig können wir nur so «auf einen grünen Zweig kommen». Ebenso klar ist mir, dass ich als «original»-Grüner trotz notwendiger parteiinterner Kontroversen der «originalen» Grünen Partei seit 25 Jahren treu bin und es auch bleiben werde. Bleiben wir ehrlich gegenüber unserer Umwelt – menschlich aber auch naturwissenschaftlich. Aktuell lebt die industrialisierte Menschheit auf der Basis eines viel zu grossen Ressourcenverbrauchs. Diesen riesengrossen Fussabdruck verkraftet der Planet Erde nicht! In vielen Bereichen ist ein Umdenken nötig; dazu will ich mit meiner Tätigkeit differenzierte Denkanstösse und konkrete Massnahmen einbringen.

und im Privaten …//

Gemäss meinem Credo «konsequent auch im Privaten» lebe ich in einer kleinen 3,5-Zimmer Wohnung nahe beim Bahnhof Töss. Ich besitze weder ein Auto noch eine Zweitwohnung, dafür aber ein Generalabonnement für Bahn und Bus und rund 6 Velos, darunter ein sehr bequemes Liegerad aus Winterthur. Zu Hause und wenn möglich auch auswärts ernähre ich mich weitgehend mit einheimischen, biologischen Produkten; dies auch im Bewusstsein, dass unsere Ernährungsgewohnheiten auch für den Energieverbrauch sehr entscheidend sind; sei es bei der Produktion, der Aufbereitung und vor allem beim Transport der Lebensmittel. Auch hier gilt: Das Private ist Politisch.

 

 

 

maechler